Der Weg zu meinem Stipendium

Hallo : )

Nach einer kurzen Pause melde ich mich wieder mit einem Post. Diesmal dreht sich alles um mein Stipendium vom Bundestag, PPP (Parlamentarisches Patenschafts-Programm) und den Weg den ich gehen musste, um es zu erhalten.

Erstmal zum PPP:

Das PPP oder CBYX (Congress-Bundestag Youth Exchange) wurde 1983 von dem Kongress der Vereinigten Staaten und dem Deutschen Bundestag gegründet. Es dient der Förderung des kulturellen Austauschs von Jugendlichen und der amerikanisch-deutschen Freundschaft. Jährlich erhalten ca. 285 Schüler und 75 junge Berufstätige das Vollstipendium vom Bundestag. Der Name kommt vom Grundprinzip des Programms, die Patenschaft eines Bundestagsabgeordneten für einen Austauschschüler (ATS) aus seinem Wahlkreis. Der Abgeordnete steht dabei dem ATS während seines Austauschjahres (ATJ) als Mentor zur Seite. Diese Patenschaft gibt es in Deutschland und in den USA.

Um sich als Schüler/in für das PPP zu bewerben gelten einige wenige Kriterien die man einhalten muss:

  • Man muss im Monat der Ausreise zwischen 15 und 17 Jahren alt sein.
  • Man muss die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen
  • Und in Deutschland wohnen.

Zudem können gute schulische Leistungen, schulisches/außerschulisches Engagement, gutes Allgemeinwissen, sowie politisches und geschichtliches Grundwissen und –verständnis positiven Eindruck hinterlassen und bessere Chancen auf einen Platz als Repräsentant/in Deutschlands sichern.

Bewerbungsablauf

Der Weg zu dem Stipendium ist relativ einfach. Die Stipendien werden nach Wahlkreis vergeben und fast jeder Wahlkreis erhält ein Stipendium. Einen Großteil des Bewerbungsablaufs übernehmen Organisationen, welchen die Wahlkreise zugeordnet werden. Jede Organisation hat individuelle Wege, so kann ich nur von der Organisation die mich betreut Experiment e.V. und meinen Erfahrungen sprechen.

  1. Registrierung

Eine Bewerbung ist per Internet oder per Postkarte, welche im Flyer zu finden ist, möglich. Der Zeitraum der Bewerbung ist von Anfang Mai bis Mitte September. Bei diesem ersten Schritt zum Stipendium werden allgemeine Informationen (Name, Geburtsdatum, Wahlkreis…) gefragt.

  1. Bewerbungsunterlagen

Nach der Bewerbung erhält man einen Brief von der Organisation der man zu geteilt ist. Dieser Brief enthält zum einen Flyer zu Programmen der Organisation, aber auch Informationen zu dem weiteren Ablauf der Bewerbung. Bei Experiment e.V. muss man eine sehr kompakte online Bewerbung ausfüllen, für die man sich viel Zeit nehmen sollte. Zu den Unterlagen gehört ein Motivationsschreiben, ein Lehrergutachten, Zeugnisse, Urkunden,… Da vor allem auf Persönlichkeit geachtet wird gilt es, die Unterlagen sorgfältig zu bearbeiten. Diese sind ausschlaggebend, um ein Stipendium zu erhalten. Also wählt z.B. einen Lehrer mit dem ihr euch gut versteht oder lasst eure Eltern, Freunde nochmal über euer Motivationsschreiben lesen.

Die Frist unterscheidet sich immer vom Absenden der Bewerbung, meine war Ende September. Es kommt immer darauf an wann ihr euch bewerbt.

  1. Auswahlgespräch

Nach dem Ausfüllen der Bewerbungsunterlagen wurde ich Mitte Oktober zu einem Auswahlgespräch Anfang November eingeladen.

Mein Auswahlgespräch fand am 7.November in den Tierkliniken in Leipzig. Um sich vorzustellen sollte jeder Schüler zwei Gegenstände mitbringen:

  • den 1. Gegenstand um sich selbst zu beschreiben
  • den 2.Gegenstand um seine Stadt/Region/Land zu beschreiben

Zuerst wurde in einer kleinen Vorstellungsrunde der erste Gegenstand vorgestellt. Danach wurden Gruppenspiele gespielt, die viel mit Entscheidungsfindung zusammenhingen. Dann hieß es einen kleinen Politik- und Geschichtstest ausfüllen (auch wenn es in keiner Einladung steht, bereitet euch etwas darauf vor ; ) ).

Auf den Test folgt eine Gruppenarbeit. Wir mussten eine Collage in zwei Gruppen erstellen und später präsentieren. Währenddessen wurden wir nacheinander zu einem Einzelgespräch mit dem 2. Gegenstand gerufen. Dabei wurden uns obligatorische Fragen wie: Warum hat man den Gegenstand gewählt? Warum man das Stipendium bekommen sollte? Was für Erfahrungen man im Ausland hatte? und noch mehr… gestellt. Es wurde auch eine Frage auf Englisch gestellt, die war aber echt nicht schwer ; )

Da wir auch einen ATS aus den USA bei dem Auswahlgespräch hatten, haben wir noch auf Englisch einen kleinen Vortrag über die Unterschiede zwischen den USA und Deutschland bekommen, bei dem der amerikanische ATS seine Eindrücke vorstellte. Danach war die Zeit auch schon um und das Gespräch vorbei. Ich hatte 14 super nette Mitbewerber und es waren echt nette Betreuer, die das Gespräch geleitet haben.

Wichtig: Verstellt euch bei so einem Gespräch nicht und seid für alles offen. Es ist wichtig, dass man sich in Gruppenarbeiten integriert und man selbst ist.

Für mich hieß es dann warten, auf einen Brief in dem alles weitere drin steht.

  1. Entscheidung des Bundestagsabgeordneten

Nach dem ich ca. 3 Wochen nach dem Auswahlgespräch den Brief bekommen habe, dass ich weiter bin habe ich mich riesig gefreut. Die Reise führte zu dem Bundestagsabgeordneten meines Wahlkreises.

Eine Entscheidung bei dem Bundestagsabgeordneten findet zwischen Januar und Februar statt. Einige laden die Bewerber nochmal zu einem Gespräch ein, andere entscheiden ohne die Bewerber vorher gesehen zu haben oder vereinbaren ein Telefongespräch.

Ich bekam Mitte Dezember eine E-Mail, dass mich mein Bundestagsabgeordneter gerne mit den anderen vorgeschlagenen Kandidaten zu einem Gespräch treffen möchte. Dieses Gespräch fand dann auch Mitte Januar statt. Wir saßen zu viert (3 Kandidaten, 1 Bundestagsabgeordneter) an einem Tisch in dem Büro des Bundestagsabgeordneten und haben uns unterhalten. Das Gespräch verläuft bei jedem Bundestagsabgeordneten anders.

Nach dem Gespräch mussten wir in den nächsten Tagen dem Bundestagsabgeordneten eine E-Mail mit einer Zusammenfassung, Einschätzung und Auswertung des Gesprächs senden.

Eine Woche später habe ich dann per E-Mail die Nachricht bekommen, dass ich vorgeschlagen bin und musste nur noch bestätigen, dass ich das Stipendium haben möchte.

Jeder der schon mal so eine Nachricht bekommen hat, dass er der Stipendiat ist, weiß welches Gefühl das ist. Er sollte sich freuen und selber loben, dass er den Weg zum Stipendium geschafft hat. Denn er darf das folgende Schuljahr in den USA oder in einem anderen Land verbringen.

Allen Bewerbern, die ich während der Zeit kennenlernen durfte, hätte ich das Auslandjahr mit dem PPP gegönnt, da alle sehr starke Persönlichkeiten sind und nur so vor Überzeugungskraft und Ausdruckskraft sprudeln.

Für mehr Informationen besucht doch mal die Homepage des Bundestages:

https://www.bundestag.de/ppp

Oder den Artikel zum PPP bei Wikipedia:

https://de.wikipedia.org/wiki/Parlamentarisches_Patenschafts-Programm

Das war mal etwas Informatives, aber vielleicht gefällt es euch ja trotzdem.

xoxo

Nike


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